49 Tage Fulaga, nicht einen zuviel!

Meine Hosts, Sekelly und Joe sind √∂fters bei mir an Bord, wir gehen Fischen und haben Spa√ü. Die Lagune ist einfach toll, es gibt endlos viele Ankerpl√§tze, ideal mit Sandboden, verborgen, oder offen, ganz wie man es w√ľnscht. Bei den Angeltouren haben wir anfangs wenig Erfolg, einige Tage sind wir drau√üen, ohne einen Fisch zu fangen, nur K√∂der verlohren. An einem dieser Tage, ich bin alleine unterwegs, bei√üt ein gro√üer Fisch, zieht derma√üen an der Angel, denke der gr√∂√üte bisher. Doch dann l√∂st er sich. Alsich die Schnur einziehe, sehe ich, dass der Hacken aufgebogen ist!! Anderen Tags hatten wir Vormittags einen 6,5kg Yellofin Thuna und Nachmittags noch einen mit 20kg. Beide habe ich abends in einer K√ľchenaktion in Oliven√∂l eingekocht f√ľr sp√§tere Zeiten!! Lecker. Insgesamt haben wir so einiges geangelt in der Zeit, bis hin zu ¬†Wahoo 10kg ¬†Und andere.¬†Als Amiga dann auch kommt, wird Joe Hildes Host, ideal f√ľr uns!! Mit einem Longboat fahren die Jungs mit uns in die Aussenlagune halb um die Insel rum!! Welch ein Erlebnis! Nur das Riff trennt uns vom Pacific, teils steile Felsw√§nde an der Inselseite!!! Das t√ľrkisfarbene Wasser l√§√üt einen nicht los, es ist berauschend!! Nach etwa 10NM ein wei√üer Strand mit sehr feinem Sand!! Abgelegen und nicht von den Yachties besucht!!! Wir gehen an den Strand, haben ein vorbereitetes BBQ! Die Tour dorthin hat uns so begeistert, dass Wir mit Pacifico 2 Tage sp√§ter das gleiche tun, ein ganz anderer Blick aus dem h√∂heren Boot! F√ľr einen √úbernachtstop wird es dort zu unruhig sein, aber wir sind wieder begeistert!
Wir unternehmen so einige Touren gemeinsam auf Pacifico. Nachmittags, als wir neben Amiga Anker, gelangt beim Einziehen des Ankers, das Dingitau in die Schraube! OK! Mein erstes Mal in 6 Jahren. Ich gehe gleich runter um es zu kl√§ren. Doch die Achse l√§√üt sich nicht drehen, zu fest hat sich das Tau um die Achse gepresst. Da es sp√§t ist, verschiebe ich die Aktion auf den n√§chsten Tag. Ich habe mir in NZ ein Taucher-Mundst√ľck besorgt, mit 15m Schlauch und einen Kompressor. Damit kann ich unter dem Boot arbeiten und atmen. Noch hatte ich es nicht ausprobiert, aber es ging wunderbar! Nach etwa einer Std. habe ich alles wieder frei bekommen!!!! Das Ger√§t hat sich somit schon bezahlt gemacht!!! Gott sei Dank, ohne Motor w√§re ich ziemlich aufgeschmissen in der Lagune!!!
An Hildes letzten Abend liegen wir bei Taluma, meinem Lieblingsstrand. Joe, Sekelly und Willy haben Gitarren und Ukulenen mit, wir grillen Fisch und haben Krautsalat! Kawa wird stillos in einem Plastikeimer anger√ľhrt, zumindest haben wir meine Cup aus Cocos! Bald kommen die Fijis in Stimmung und singen. Die Jungs singen Naklar Fijilieder und als es schon dunkel ist kommt der Farewell-Song! Welch Emotionen!!! Ein unvergessliches Erlebnis! Wir schunkeln im Takt der Wellen mit!!!
Uta, ein Schnitzer hat eine halbfertige Kawa-Schale die mein Interesse weckt. Doch die ist mir nicht perfekt genug, so bietet er an, mir eine neue zu machen, in drei Tagen. Diese gef√§llt mir dann gut, die Gr√∂√üe ist auch OK!! Ich schmirgle sie dann einige Tage an Bord von Pacifico und Tonga wird die Verzierungen machen. Nun liegt die Schale, 15 Kg schwer, gut verpackt im Vorschiff. Solch grosse Schalen werden nur sehr selten verlangt, die Frage nach meiner Absicht habe ich offen gelassen! Jeder der mich kennt, wei√ü dass ich Souvenierj√§ger bin, Andenken f√ľr sp√§tere Zeiten! Ein wundervoller Tag, ich beschlie√üe Taluma zu genie√üen! Also setze ich Pacifico mit dem Kiel gegen 13:00 in den Strandsand. In einer Std wird Ebbe sein, so denke ich, und alles gut. Nach 2Bierchen gehe ich schwimmen. Als ich mich zum Boot umdrehe, oh, wie komisch die Wasserlinie hoch steht!!! Sie liegt etwa 20cm √ľber dem Wasser!!! Pacifico steht nun kerzengerade auf dem Kiel. Die wirkliche Ebbe ist aber erst um 17uhr!!! Zum Schlu√ü schaut Pacifico’s Bauch etwa 60cm aus dem Wasser!! Abends um 20:30 schwimmen wir wieder und gehen einige Meter weiter vor Anker!!
Zu meinem Farewell-Abend, er war √§hnlich geplant, habe ich noch Angela und Rito von She San eingeladen, wollte mit Ihnen den Spa√ü teilen. Es ist Di, 7.8., Joe hat Geburtstag. Angela hat einen Geburtstagskuchen gebacken. Da ich an dem Tag kein Fischerfolg hatte, gab es Gulasch und lokales Gem√ľse zu Essen. Die Stimmung war toll, doch das BBQ fehlte irgendwie! Im Dunklen hab ich die Jungs wieder zum Village-Strand gebracht und bin zur√ľck zu meinem Lieblingsplatz!
Am 8.8. 10:00 geht es dann raus, aus der Lagune, der Abschied fällt mir hier immer besonders schwer! Schönes Segeln, bei halben Wind braust Pacifico davon. Als ich eine Mail bekomme, dass Code Blue mein Paket aus NZ mit nach Fiji gebracht hat und in Suva liegt, ändere ich mein Kurs und es geht nach Suva! Am 9.8. 16:00 laufen wir in Suva ein und Ankern neben Code Blue!
Gestern, Fr, den 10.8. Streife ich durch den Frischmarkt und kaufe als g√§be es kein Morgen mehr. Nach √ľber 8 Wochen mal wieder so viel Angebot zu haben ist toll. Schwer beladen komme ich gegen 18:00 wieder bei Pacifico an. Beim Auspacken und leeren meiner Hosentaschen, ohje, meine Sonnenbrille ist weg. Ist sie mir wohl im Taxi aus der Tasche gerutscht?? Etwas sp√§ter klopft es an dem Rumpf, die Crew von Skoots ist im Dingi neben uns und reicht mir im dunklen etwas hoch, mit den Worten, “ das hat uns die Clubbarfrau gegeben, ich h√§tte es auf dem Tresen liegen lassen!“ Nochmal Gl√ľck gehabt, die Brille ist wieder da!!

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