Fulaga ein Paradies

Am 18.06. sind wir morgens aus der Bucht auf Matangi Island ausgelaufen. We herrscht leichter NE Wind, wir laufen um das Riff um die Insel herum und durch Kreuzen zwischen einem anderen Riff noch durch! Dann erreichen wir „freies“ Wasser, bei dem NE geht es fast genau S. wunderbares Segeln. Nach etwa 40NM liegen die Nukutolu Islets genau in unserem Weg. Ich kann nicht höher ran, aber ich will auch keine Höhe verlieren, so fahre ich durch die Schneise, die etwa 70m breit ist durch. Die Tiefe sollte bis 8m runter gehen, ich sehe aber nur 45m. Dann habe ich wieder freies Wasser. Der Wind soll noch mehr nach NE drehen, was er auch leicht tut. Am 19.06. mache ich noch einen Schlag nach NE um mehr Höhe zu gewinnen, bevor der Wind dreht. Schlussentlich dreht er dann auch nicht wirklich. In der zweiten Nacht, lass ich Pacifico quasi treiben, nahe der insel Kabara, es fehlen bis Fulaga noch etwa 25NM. Morgens um 4:30 schaue ich auf den Plotter und sehe 4 AIS Kontakte aus N auf mich zukommen. Diese Flotte heizt mein Ego soweit an, dass ich Segel setze um in der Poolposition zu sein, wenn wir am Pass sind. Vor Fulaga müssen wir nochmal Höhe gewinnen und machen einen Schlag. Dabei kreuzen wir deren Fahrwasser jeweils mit etwa einer NM. Ob die wissen, dass ich Vorfahrt habe??? Amis und NZ den traue ich das nicht wirklich zu, aber es klappte ja. Über Funk disscutieren sie, wann sie durch den PAss wollten, weil noch ablaufend Wasser ist, und dann gibt es unangenehme Wellen im Pass. Wir laufen einen Bogen passieren den Pass als erste, um 7:30. Richtig viel sehen konnte ich nicht, aber ich kenne den Pass ja nun und alles ist OK. Ich gebe dann den anderen den Rat, noch etwa 45Min zu warten, damit sie die Felsen sehen können. Die Tage in Fulaga vergehen, der Chief, Besse ist schon 92!! und schwächelt. Ich denke schon der „geht“ bald. So ist es dann auch nach einigen Tagen. Wir Segler sind eingeladen, an den Feierlichkeiten teilzuhaben. In den ersten Wochen bin ich mit meinen Host-Bruedern zu Fischen aus der Lagune raus gefahren, doch ausser dass wir einige Köder verlieren, fangen wir nichts. Doch am letzten Montag, hatte ich Vormittags einen Yellofin Thuna, 6Kg am Haken. Dann tat sich lange nichts. Nachmittags, wir waren schon im „Anflug“ zu dem Pass, kamen noch 2 Skipthuna, ein Bonito und dann ein 20Kg Yellofinn Thuna dazu!! Welch eine Pracht. Die Brueder Sekelly und Joe nehmen die kleineren Fische mit, die Yellowfinns bleiben an Bord. Ich freue mich riesig sie in Olivenöl einkochen zu koennen. Da es ja nun echt viel ist, gebe ich ein grosses Filet an BOB THE CAT ab. Am naechsten Tag bekommt AMAZING GRACE und HELO auch noch Filet. Ich habe in 2 TAgen dann 21 Gläser Thuna in Oel eingekocht. Die schlechteren und kleinen Partien füttere ich an Trude, der Schildkröte am Platz. Gestern hatten wir fuer 2 neue Boote eine kleine Strandparty, dazu habe ich kleine „Handpizzen“ gebacken, naklar mit FulagaThuna. Die Begeisterung war gross. In diesen Tagen habe ich auch mein neues UKW Funkgerät eingebaut und einiges nicht genutzes hinter der Schlttafel ausgebaut. Es ist erstaunlich, was Yachtfunk-Joerg fuer ein Blödsinn gemacht hat! Er hatte mir einiges Verkauft und eingebaut, wovon er offensichtlich nichts verstand und es viel zu kompliziert ist um auf Langfahrt zu gehen. Der Tiefenmesser geht nicht mehr, Kompetenzzentrum-Henning will mir in D Ersatz besorgen und es mir nach Vuda schicken. In diesen Gewaessern ist es doch „blind“ recht mühsam und gefährlich. Da ich ja im Anschluss nach Vanuatu will, ist das schon nötig.