Weiter geht es über Vanuatus Inseln zu den Salomonen

Wir überqueren die Passage nach Maewo. Die See ist recht ruppig, viel Welle, steil und wenig Wind. Als wir in der Ankerbucht von Asanvari / Pentacote ankommen, scheint die Sonne und uns lacht ein Wasserfall entgegen. Beim Wasserfall gibt es eine Art Bar, die aber schon lange nicht mehr in Betrieb ist. Wir schauen uns auch das Village an, einige 100m weiter. Es ist ein verschlafenes Dorf. Die Wirtin eines Hostels weiß nicht so recht, wann sie die letzten Gäste hatte! Auf unsere Frage nach Frühlingszwiebeln und anderem Gemüse, vielleicht Obst, werden wir auf den nächsten Morgen vertröstet. Die Frühlingszwiebeln bekommen wir dann auch, aber das war auch alles!!
Weiter geht es nach Lolowai auf Ambae! Das spannende an dieser Ankerbucht ist, dass es nur eine schmale Einfahrt durch das Riff gibt. Die Tonnen, die da wohl mal waren, sind nicht mehr. Ich vertraue aber auf die Karte. Eine Tonne ist da, wo sie sein soll und die Peilmarken sind auch da, wenn auch nur die Pfosten!! Also geht Pacifico, noch mit Tiefenmesser, voran. Es wird flacher, aber mit 2,10 m komme ich durch. Amiga folgt ohne Probleme. Wir Ankern in der Ecke der Lagune, bei 8m Mud. Wunderschön gelegen, mit einer Dschungelfelswand als Nachbar!! Der Ort ist sehr bescheiden. Aber wir entdecken bei der Klinik ein großes Solarfeld! 300 große Solarpaneele sind fachgerecht aufgestellt. Wir erfahren, dass es auch eine Entsalzungsanlage für Meerwasser gibt. Diese arbeitet aber schon seit Jahren nicht mehr!! Auch die Paneele sind mittlerweile außer Betrieb! Ein Jammer!!! Eine Millionen teure Anlage gammelt nun vor sich hin!! Das ist Entwicklungshilfe heute!! Die Menschen im Village sind an uns uninteressiert, so lichten wir nach einem Tag wieder die Anker und laufen nach Luganville. Auf dem Weg, dahin bekommt Hilde die Nachricht, dass ihr Ersatzteil gerade dort angekommen ist!! Das nennt man „timing“!! Wir Ankern vor einem Resort, das yachtfreundlich sind.
Die Stadt ist 20 Gehminuten entfernt. Wir erkunden den Frischmarkt, der doch recht enttäuschend ist. Doch der Supermarkt entpuppt sich als OK. Das Bauteil in Amigas Wassermacher ist „schnell“ eingebaut und arbeitet!!! Hurra!!!!
Wir machen Großeinkauf im Supermarkt und wollen die schlechte Anchorage bald verlassen! Doch wir brauchen noch Diesel. Wir erkunden, dass es eine Tankstelle in der Nähe des Flusses gibt, wo wir aber mit den Booten nicht rein können! Aber mit den Beibooten geht es!. Also laden wir alle Kanister in Pacifica und Amigas Beiboot und laufen in den Fluß zur Tankstelle. Dort füllen wir etwa 500ltr Diesel in Kanister, bringen sie wieder zu den Booten und schleppen zurück. Am nächsten Morgen haben wir auflandigen Wind und es wird unangenehm. Wir flüchten zur gegenüberliegenden Insel. Hier ist das Ankern sehr schwierig, alles sehr tief und so bleiben wir nur einige Stunden. Dann geht es weiter nach Malono Island. Hier liegen wir etwas unruhig, aber wunderschön in einer vorgelagerten Lagune zur eigentlichen Lagune, wo wir am Folgetag einlaufen. Auch hier ist es spannend, ob die Wassertiefe reicht. Wir warten 3/4 Tiede ab, dann klappt es ja auch ohne Grundberührung. Nach dieser spannenden Erfahrung laufen wir nach Norden nach Olry, einer weiteren Lagune, wunderschön gelegen! Unser nächstes Ziel ist Sola auf Vanua Lava. Hier wollen wir aus Vanuatu ausklarieren und Richtung Solomons laufen.
In Sola, sitzen wir ein Regengebiet aus. Dann geht es weiter nach Ndendo Island, der Ort Lata ist der Port of Entry! Da wir hier auch nicht direkt vor dem Ort Ankern können, liegt unser Anker schließlich 8 Km weiter hinten in der Bucht. Von hier laufen wir am Folgetag nach Lata, dachten, dass wir das „mal eben“ machen können. Es dauert dann über 2 Std. Die Straße ist ja auch eher ein Schotterweg. Wir begegnen freundlichen Menschen, sehr arm, aber fröhlich!
Das Klarieren ist unproblematisch. Wir können kein Geld für die Gebühren tauschen, aber später in Honiara bezahlen! Auch hier liegen wir einige Regentage vor Anker. Ein Gewitter zerstört meine Wind- und Tiefeninstrumente. Hier sehe ich nur noch Striche!!
Von hier geht es nach St. Ana, Port Mary. Ein sehr hübsches, aber Basic Village. Hier tauschen wir einige Früchte und Muscheln gegen Reis oder T-Shirts. Dann laufen wir SW an Saint Cristobal nach Norden. In Marunga, einem Nachtankerplatz, wird mir von Pacifico, während eines Villagebesuches, eine Handangelrolle geklaut. Kein großer Verlust, aber unangenehm. Als wir Guadacanal, die Hauptinsel der Solomon Islands, erreichen, ankern wir in einer wahren Südseeidylle!! Tawadipupu Island. Türkises Wasser, ein kleines Village am Ufer, Dugongs im Wasser und ……keine Kroks!!! Die Bewohner sind freundlich, wollen Obst und Gemüse tauschen, sowie Muscheln.
Von hier geht’s nordwärts. 3 Ankerplätze schauen wir uns an, bis wir bei einer kleinen Insel ein geeignetes Plätzchen finden. Auch hier kommen Jungs in Kanus an, die uns einiges zum Tausch anbieten. Abends ist erstmal Stille!…….Erstmal, denn gegen 22:00 braust ein Longboat mit Motor heran. Ich schaue aus der Decksluke und sehe die Jungs, etwa 6, bei Amiga längsseits gehen und mit rufen, eher brüllen anfangen und Radau zu machen. Hmmmm, was tun. Ich also hoch, Funkgerät an und lauschen. Hilde ruft alsbald, ob ich „online“ bin und dass die Jungs Radau machen wollen. Ich hole den Anker ein und die Jungs kommen zu mir, als sie das bemerken! Ich fahre sie sehr bestimmend verbal an, „was läuft“?? Sie labern etwas herum, sie wollten nur reden,….. Als ich sagte, das können wir gerne, aber bitteschön morgen ab 8:00 Uhr, drehen sie ab und hocken sich eine Weile an den Strand. Dann kommen sie nochmal und brausen mit vollspeed um mich herum, um dann zu verschwinden. Ich halte noch 3 Std Wache, gehe dann schlafen. Am Freitag, den 16.8. erreichen wir dann Honiara. Hier ist das Ankern auch schwierig, weil recht tief und eng. Der Wind dreht am Tag einmal herum, aber wir bekommen es hin. Montag, den 19.8. gehen wir zum Zoll um die fälligen Gebühren zu entrichten. Bei der DHL Stelle frage ich wie problematisch es ist, sich Ersatzteile aus Übersee schicken zu lassen. Schließlich besuchen wir die Botschaft von PNG um Klarheit zu bekommen, ob wir ein Visum brauchen, oder nicht.