Wieder in Rio

Gestern Morgen kurz nach 3 Uhr sind wir Anker aufgegangen, Kurs Rio. Am Montag kommen Inis und Torsten für 2 Wochen zu Besuch!
Der Wind sollte, duch eine Kaltfront aus SW kommen, in den ersten Stunden kam er aus allen Richtungen, nur nicht aus SW. Dann aber, gegen 7:30 fegte es mit bis zu 28 Kn Wind los! Pacifico rauschte nur so dahin, es ist einen Wonne. Mit bis über 9 Knoten ” flogen ” wir gen Rio. Die Angel draußen wie oft. Doch heute hatten wir Glück!! Die ersten 2 Fische, schuppige 35 cm die nächsten 3 Bonitos, aus der Thunafamilie, mit etwa 40 cm. Drei Jahre fangen wir nun keine Fische und nun, mehr als wir verdauen können. Die Fische verschenke ich an Lisa, die freut sich drüber. Ich kann mich dann um das Fleisch im Kühlschrank kümmern!
Gegen 13 Uhr erreichen wir den ICRJ. Da ich an der Ankerwinde noch eine Kleinigkeit geändert haben möchte und auch die Duschkabine einen kleinen, aber entscheidenen Schaden hat, suche ich den Metall-Mann nochmal auf. Er verspricht mir, bis Mittwoch die Arbeiten zu machen!! Auch ist die Spayhoodkante etwas aufgeschubbelt und sollte erneuert werden. Auch diesen Herrn habe ich “erwischt”. Er hat die Sprayhood ( Eingangsabdeckungsplane bei uns dunkelblau ) mitgenommen und will sie Dienstag wieder bringen.
Auf der Tour nach Rio heute, ist die Wassermacher-Vorpumpe ausgefallen!!!! Glück im Unglück, ich hatte vor 2 Wochen mit dem Hersteller kommuniziert. Er sagte, dass einige dieser Pumpen in letzterer Zeit Ausfälle hätten, und er mir zur Vorsorge eine Ersatzpumpe schicken würde!!!!! Inis und Torsten bringen diese am Montag mit!!!!! GLÜCK gehabt!!!!!
Den Nachmittag habe ich auf der Veranda des ICRJ mit Lisa, Rosane, Annett und Ihrem Sohn Joshua verbracht. Auch ist Andreas, leider nur kurz vorbei gekommen. Diese Veranda hat für mich auch eine besondere Athmosphäre. Es ist immer wieder ein großes Vergnügen hier zu verweilen.
Heute habe ich einen Brasi wiedergetroffen, der unsere D-Gasflasche zum füllen hat. Ich hatte ihm die vier Eu-Adapter mitgegeben, damit er leichter eine Passung findet. Er sprach mich an, würde mir die Füllung nicht berechnen, dafür lieber eines der Adapter behalten dürfen. Er hat sich ein endsprechendes Gegenstück machen lassen, will damit anderen Seglern auch helfen!!! Das nenne ich Einsatz!!! Ich werde ihm die vier weiteren Anschlußstücke schenken, damit er alle EU-Flaschen füllen kann, mit der Passung die er sich hat machen lassen!! Ich kann mir ja im Okt. neue mitbringen!! Ich habe ihn auch schon vorgewarnt, dass ich bald noch eine Flasche zu füllen hätte! Gas ist allzeit ein Problem der unterschiedlichen Segler, da alle Länder unterschiedliche Systeme haben. Meißt findet man im Hinterhof jemanden, der es sich zueigen gemacht hat, solche Flaschen zu füllen! Ich habe nun gesehen, was er hat sich machen lassen, und werde ihn bitten mir auch so ein Passungsstück machen zu lassen, dann bin ich auch wo anders flexibler bei der Gasbesorgung!! Mal sehen, ob das klappt!
Heute, Sonntag den 27.7. habe ich bei Cornelius, einem früheren Mitschüler, sehr leckeren Honig gekauft, in der Haushaltsüblichen Menge von 25 kg. Der war so günstig, da könnte ich nicht wiedererstehen!! Für die nächste Zeit ist also mein Honigbedarf gedeckt!! Danach war ich mit meinem Bruder Christian lecker Churrasco Essen!! Nachmittags hat es ziemlich geregnet!

Pacifico wieder an der Ilha Grande mit neuen Bildern!!

2.7. gegen 6 Uhr sind wir von der Poita Weg um zur Ilha Grande zu zuckeln! Heute ist’s recht diesig, es weht ein leichter Ostwind.
9.7. Was passiert so?? Ja nicht so viel. An der Ilha Grande angekommen, wieder im Himmel vor Anker gegangen. Den Samstag sind Christian mit Familie an Bord zu Besuch gekommen. Wir haben an einem herrlichen Strand gelegen, gebadet und Churrasco gemacht! Montag den 7.7. bin ich nach Angra und habe nun Pacifico eine neue Starterbatterie besorgt, sowie 20 l Motoröl für die nächsten Ölwechsel! Gestern am 8.7. sind wir nach Itanhangá eine wunderschöne Insel. Hier haben wir schon in den Sechziger Jahren unter einem Baum Schütz gesucht vor dem Regen. Gestern als das Fußballspiel BR-D war hat es auch aus Eimern gegossen!!! Jetzt heute morgen ist es wieder friedlich und schön!! Das Spiel heute mit den Argentiniern werden wir naklar auch schauen. Es ist hier ein wunderbares Fleckchen Erde, um es mit Booten zu erforschen!!
10.7. Habe Bilder eingestellt, wobei auch Rio bilder in der Ilha Grande sind. Das Netz ist zu lansam, das jetzt zu sortieren!!!
12.7. vorgestern sind wir, Pacifico und Horizonte nach Paratí gemotort. Es sind 4 Std gewesen. In der Zeit habe ich dem Wassermacher laufen lassen. Nachmittags sind wir in Paratí bummeln gegangen. Dies ist eine alte Brasilianische Stadt, die komplett unter Denkmalschutz steht. Fast alle Häuser sind mit viel Aufwand im alten Stil restauriert. In den Springtieden steht Meerwasser in den Straßen!( Springtieden sind besonders große Ebbe und Flutbewegungen, die immer zu Voll- als auch zu Neumond stattfinden ) heute haben wir das Spiel BRx NL gesehen, ein Fiasko!!! Morgen, Sonntag soll endlich malwieder sonnig sein!
16.7.—– Am Montag sind wir in die Fiordlandschaft bei Paraty-Mirim gefahren. Umgeben von höheren Bergen liegen dort einige Inseln wie im Paradies! Geschützt und verlassen. Wir Ankern bei der Insel Cotia, sind den Tag über alleine. Abends kommen noch 3 andere Segler. Die Bucht ist aber so groß, dass es nicht stört!! Gestern waren es 2 andere, die sich zu uns gesellten. Das eine Boot hatte Holländer an Bord! und da schallte lauf Musik rüber.
Heute, 16.7. sind wir früh gegen 7:30 los. Wir wollen die Insel Cedro erkunden. Hier liegen wir auch sehr schön ruhig. Im Laufe des Vormittages gesellen sich noch 6 kleine Fischerboote zu uns. Von einem dieser habe ich für den Abend Camarões gekauft.( Shrimps ) nur ein leises Plätschern und das Gemurmel der Fischer ist zu hören!! Bisher zum Glück keine Touriboote!!! Herrliche Stille und Ruhe!! Zum Festland hin sind die Berge gut zu sehen. Die Camarões habe ich dann in Knoblauch und Öl gemacht. Am Folgetag mit Cococmilch, auch lecker!!!
Die folgenden Tage habe ich an der Ilha Grande “verdümpelt”

Rio de Janeiro

Heute soll nun der große Tag sein!!
Wir sind um 5 Uhr aus dem Saco do Ceu los. Anfangs ging’s sehr schnell, da schräger Wind von achtern. Jetzt Mittags ist der Wind westlich gedreht, also mehr von achten und es geht etwas langsamer.
Ich bin sehr gespannt, wie es sein wird, meinen langersehnten Traum zu erleben!! In Rio einzulaufen und mit dem eigenen Boot im ICRJ zu liegen!!! 3 Std sind noch vor uns!
Gegen 15 Uhr habe ich direkt vor dem Club eine Ehrenrunde gedreht, bin durchs Mouringfeld und habe uns einen Ankerplatz gesucht. Zwischendurch hat Lisa mir gemailt, ich solle mich bereit halten, an eine Boje zu kommen. Das Clubboot hat mir dann eine Boje zugewiesen und hat mich gleich mit an Land genommen. Dort waren schon Lisa und Andreas, jeweils mit ihren Familien um mich zu begrüßen! Nach herzlicher Umarmung und Begrüßung könnte ich nun unter den Palmen die Athmosphäre mit Freunden und Bier genießen!
Heute, am 16.6. habe ich mit 2 Mechanikern das Problem Ankerwinde angegangen. Wir haben sie ausgebaut und zerlegt. Es sollen einige Teile erneuert werden, dann läuft sie wieder wie neu, hoffe ich!
20.6. heute war ich zum ersten Mal wieder in der Innenstadt. Klar finde ich alles wie vor 40 Jahren wieder. Ich habe nach Dichtungsringen aus Gummi gesucht, und sogar 3 gefunden, aber auch nicht mehr!! Ich hätte gerne 16-20!! Das ist Brasilien!
Die Teile für die Ankerwinde sollen Di-Mi fertig sein. Ich wil sie mir vor dem Einbau anschauen!! Sicher ist sicher!! In der Zwischenzeit will ich Mo- Mi hinten in die Bucht um Errinerungen aufzufrischen!
So, 22.6.gegen 15 Uhr löse ich die Poita und segle mit herrlichem Wind RTg Brücke. Nach 2 Std sind wir bei Jurubaiba, einer traditionsinsel. Hier gab es früher ab und an Churrascos, zu Deutsch Grillparties. Wir Ankern in angemessem Abstand zur Insel. Morgens, es ist eine tolle Stimmung, werde ich durch komische Bewegungen von Pacifico aufmerksam…… Nach etwas testen steht fest, der Kiel kommt unten auf den Sandboden, ab und an. Das stört mich nicht weiter, weil es flutet! Mittags laufen wir dann nach Paquetá, einer Wo-Endund Ferieninsel. Hier gibt es keine Autos, nur Fahrräder und Kutschen. Die Nacht ist wie meißt in Paquetá ruhig.
Heute Mittag, den 24.6. laufen wir um die Insel und kommen nach Ilha das Palmas. Das ist eine Insel, die dem ICRJ gehört und sehr schön zurecht gemacht worden ist. Diese Entwicklung hat wohl 30 Jahre gedauert. Es scheinen auch “Kunden” zu kommen”..!
Die Insel ist sehr schön gepflegt, mit Pool und Allem, was man so zum Clubleben braucht. In der parkähnlichen Anlage sind tische und Sitzgelegenheiten, sowie naklar Grillgelegenheiten. Im Sommer wird die ganze Insel im Qualm liegen, soviele sind es!! Aber es ist eine sehr schöne Stimmung auch hier! Heute ist es ein Herrlicher Tag, die Sonne scheint. Auch ist es für Rioverhältnisse schon seit Tagen recht klar!
Gegen 11 Uhr sind wir dann RTg. Rio gelaufen. Um 13 Uhr setzte dann der übliche Seewind ein und wir haben herrlich gesegelt. Für die Nacht, liegen wir in Niteroi, in der rechten Buchseite. Hier ist es etwas ruhiger als in der Clubbucht.
Freitag, den 26.6. wir sind wieder in ICRJ. Die Teile der Winde sollen fertig sein, morgen gegen 8:00 werde ich mir sie ansehen!!! Dann der Zusammenbau ist nur noch Formsache!!!!
Di.1.7. Freitag waren die Teile in der Tat fertig und sahen gut aus. Gegen 10 Uhr hatte ich die fertige Winde wieder eingebaut und habe auf Besuch aus D gewartet. Wir haben eine Tour aus der Bucht gemacht, leider ohne Wind. Sa habe ich mit Peter nach dem Fußballspiel noch eine Runde in der Einfahrt gedreht.
So.den 30.6. hatten wir Boot Familienbesuch. Zu 8 sind wir zu den Inseln vor Copacabana und haben dort, etwas schaukelig, aber gut geankert und lecker Churrasco gemacht!!!!
Gestern war ich mit shoping und Fußball beschäftigt. Heute oder morgen werde ich RTg. Ilha Grande aufbrechen, das Wasser hier in Rio ist einfach zu schmutzig.

Ilha Grande

Freitag den 6.6. ist der Anker im Saco do Ceu gegen 21:30 gefallen. Es ist eine fast gschlossene Bucht, die sehr ruhig und geschuetzt ist.( Bucht des Himmels )
Samstag, den 7.6 habe ich erstmal ausgeschlafen und mich mit dem Kajak in der Gegend etwas umgeschaut. Dabei auch das Restaurant besucht, welches es vor 38 Jahren noch nicht gab. Danach bin ich zu dem naechsten Ort, Abrão, gefahren, um noch einige Einkaeufe zu taetigen. Hier und da mich festgequatscht, habe ich die Nacht dann in Abrão verbracht, aber nicht so ruhig!! Sonntag habe ich dann im Internetkaffee viele Bilder hochgeladen, die hoffendlich bald zu sehen sind! ( Die Seite hat eine kleine Macke! Wir arbeiten drann! )
Sonntag abend dann wieder im ” Himmel” eine wunderbar ruhige Nacht!
Montag frueh, gegen 6:30 bin ich dann los nach Angra dos Reis, die nötigen Formalitäten erledigen. Es ging darum, neue Einreisepapiere fuer Brasilien zu bekommen, welche ich auch bekommen habe. Da es etwas tricky war, soll das an dieser Stelle reichen! Jedenfalls habe ich nun ein weiteres halbes Jahr den Aufenthalt fuer Pacifico erhalten.
Abends wieder im ” Himmel”. Dienstag hat es stark geregnet und ich dachte, die Zeit im Internetkaffee zu nutzen. Doch, weit gefehlt. Wenn es hier regnet, gibts auch kein Internet, jedenfalls nicht in Abrão.
Mittwoch habe ich den Riobesuch vorbereitet, was Saubermachen und Aufraeumen angeht. Doch auch habe ich einige Technische Sachen erledigt, wie Ölwechsel und anderes. Gestern, Donnerstag, den12.6 habe ich noch ein wenig die Wasserlinie geputzt und wollte Abends los, rtg. Rio.
Doch kaum um die Ecke, blaest es genau aus der Richtung, wo wir hin wollen. Bis heute Morgen um 7 Ugr habe ich es auch versucht Rio naeher zu kommen, aber gegen Wind, Wellen und Strömung hat es keinen Sinn, ich habe den Weg der muehsam erarbeitet war abgebrochen und bin zurueck zur Ilha Grande.
Hier liegen wir nun, klar auch in einer altbekannten Bucht, wo frueher Peter gehaust hat. Es war ein Deutscher, bei dem alle Segler stets willkommen waren. Heute ist das mit dem Willkommensein leider nicht mehr so! Deshalb bin ich nach Abrão um einige Sachen einzukaufen und nun wieder auf dem Weg in den Saco do Ceu, für eine ruhige Nacht!!
Sobald der Wind es erlaubt, gehts nach RIO.

Abrolhos-Angra dos Reis

Gestern, 1.6. sind wir morgens um 9 Uhr Anker auf gegangen. Der Wind ist noch nicht so recht, soll aber drehen. Also los mit Yan was dann aber leider doch 13 Std. wurden. Naja, wir sind wieder unterwegs und das ist ein tolles Gefuehl!! Nachmittags fuelle ich unsere Getreidevorraete um und ab. Kurz vor Sonnenuntergang sehe ich steurbord eine Walgruppe. Einige Ruecken sowie Blasfontaenen sind zu sehen. Ausser einer Schwanzflosse sind auch 2 recht weit aus dem Wasser gesprungen. Da faellt mir doch gleich das Bild ein, welches vor 4 Jahren in Suedafrika entstand, wo ein Wal auf einen Segler gesprungen ist…. Danach, siehe da, ein Fisch an der Schleppangel. Doch auf dem letzten halben Meter hinter dem Boot, kann er sich losreissen. Es war vieleicht ein kleiner Thun, der sollte wohl noch wachsen! ;-)) Ab heute liegt der Cascher von Mattias griffbereit. Eben zieht ein grosser Tanker 0,8NM vor uns vorbei! Als haette er uns nicht gesehen! Hat er aber!!

Abrolhos

Gestern, Freitag, den 30.5. sind wir gegen 17 Uhr noerdlich der Insel Sta. Barbara vor Anker gegangen. Daszu habe wir vorab mit der IBAMA per Funk um Erlaubnis gebeten. Ausser uns lag nur noch ein kleines Fischerboot in der Bucht, welches den Wind abwetterte. Die Lage ist bei dem Schwell nicht die tollste, aber ich bin ja entzwischen einiges gewohnt. Die Fahrt hierher hat also genau 3 Tage gedauert. Samstag, den 31.5. Das Wetter hat sich etwas beruhigt. Die Sonne scheint und es ist ein freundlicher Tag. Es weht zwar noch, aber deutlich schwaecher als gestern. Als ich so beim Tee im Cockpit sitze, ruft uns RADIO FAROL ueber Funk an. Ich, gluecklich, dass ich das Funkgeraet vorher angemacht hatte, antworte, promt. Der Herr der Marine heisst uns willkommen und fragt, ob ich die Insel besuchen moechte. Klar will ich. Also habe ich 10:30 vorgeschlagen. Da es sich um Marinegebiet handelt, darf man sich naklar nicht frei bewegen!! Es warteten also zwei Herren auf mich. Sie haben mir dann sehr nett und freundlich die Insel gezeigt und naklar den Besuch auf dem Leuchtturm! Es ist ein 150 Jahre alter Turm mit noch dem alten Beleuchtungssystem von damals. Es stammt aus Frankreich. Nur die Lampe, frueher mit Carbit ist heute elektrisch und naklar der Antrieb. Doch das alte Uhrwerksprinzip ist noch forhanden und wird im Notfall eingesetzt. Das Leuchtfeuer ist 51NM weit zu sehen. Die Geschliffenen Prismen und das ganze optische Gestell drehen sich auf einem Quecksilberlager!! Die 4 Prismen mit der Kuppel sind leicht von Hand zu drehen. Es brueten Fregattvoegel, sowie Toelpel und allerhand andere Moevenarten auf den Inseln. Diese Voegel kreisen nun um Pacifico mit einer spielerischen Leichtigkeit, es ist schon faszinierend!! Die anderen Inseln sind alle Teil eines Nationalparks, wo recht stark aufgepasst wir, wer wie wann kommt. Zum Abschluss begruesst mich auch die Dame der IBAMA noch und fragt nach Name usw. Sie sate mir noch, an der kleinen Insel gegenueber duerfe ich nicht tauchen, aber hier um die Ecke seien auch schoene Korrallen. Die habe ich mir angeschaut und den Photoaparat ausprobiert. Gegen die Korallen, die ich in Maragogi gesehen habe, waren diese einfach und wenige, aber da hatte ich den Photoapparat noch nicht! Morgen, Sonntag soll der Wind aus SO-NO kommen, dann gehts weiter Sued!

Bahia de Camamú

Gegen 16 Uhr erreichen wir die Bucht von Cmamaú. Es ist eine etwas heikle Einfahrt, mit Steinen beiderseits, aber machbar! Die Kulisse ist relativ flach, viele Strände und naklar Plamen überall. Wer Palmenstrände sucht, ist hier richtig. Wir Ankern in einem Seitenarm, zwischen 2 Inseln. An den Ufern sind einige Restaurants, die aber offensichtlich Winterpause haben. Ich habe gelesen, dass in Camamú morgen Wochenmarkt ist. Ich habe mir ein kollektiv Wassertaxi bestellt. Die holen einen an Bord ab, und bringen einen hinterher auch wieder aufs Boot. Ich bat eine der Restaurantleute mit dem Taxi zu telefonieren.

24.5. morgens gegen 8 Uhr sollte das Taxi kommen…… Naklar kam es nicht. Ich habe mich schon mit anderen Plänen beschäftigt, doch um 9:30 kan es dann doch. Also, schnell abschließen und los! Der Markt in Camamú war ist kleiner und spärlicher als der in Maragojipe, so bin ich etwas etntäuscht!
Selbst eine große Papaya habe ich nicht gefunden. Mittags bin ich zurück zum Boot. Wir haben neue Nachbarn, ein Schweizer. Mit Ives habe ich dann einige Zeit einige Bierchen getrunken, im Restaurant, und anschließend Camarão und gebratenen Fisch…… Naja…..
25.5. morgens sind wir Anker auf gegangen, um zum Wasserfall Tremembé zu laufen. Das ist dann auch schon außerhalb der Karten, somit haben wir nur eine Skizze aus dem Führer. Ich habe die Einfahrt nicht so recht lokalisieren können, deshalb habe ich davor geankert. Als ein Lokaler daher getuckert kam, habe ich ihn nach dem Weg gefragt. Er bot mir sofort an, uns hin zu führen, was mir sehr recht war, weil es durch einen Mangrovenwald geht. Wir kommen recht bald da an. Es ist umwerfend! Einfach fantastisch. Nunmal testen ein Platz zu finden, der auch bei Ebbe nicht trocken fällt. Ich habe also geankert und mit 2 Landleinen das Boot gesichert, im Glauben, dass bei Ebbe alles klar geht! Dann bin ich an Land gegangen, habe Newton einen deutschstämmigen kennen gelernte. Er führt hier ein Restaurant. Er hat im Angebot, “Pitú”, nicht etwa den Zuckerrohrschnaps, sondern die Süßwasserkrabbe, die auch auf dem Ettiket zu sehen ist! Ich wollte das probieren, ebenso seinen “selbstgemachten” Palmito!! Beides hat mir sehr gut gefallen, zumal er die Krabben nur ganz kurz in Öl geschwenkt hat. ” Pitú in alio e olio ” dazu einen Riesen Teller Palmito, als Salat!!! Köstlich!!!
Abends, nach 18 Uhr , also im dunklen sah ich jedoch, dass wohl das Heck etwas hoch steht. Also doch trocken gefallen. Bei der Moody nicht so das Problem, da das Ruder sehr solide gebaut ist. Aber mir hat das nicht gefallen. Ich habe nach der Tiedentabelle geschaut und , gegen 3 Uhr morgens sei Hochwasser. Also habe ich um 2 Uhr die Landleinen gelöst, den Anker gelichtet und im Stockfinstern durch die Mangroven gesteuert. Das war mir möglich, weil der Plotter ( das Navi ) beim einfahren einen Strich gezogen hat. Diese Linie bin ich dann genau folgend, nachts, ohne etwas zu sehen, gefolgt, bis wir wieder auf dem Großen Fluß waren und bei 5 m Tiefe geankert haben. Dann so habe ich am Motorgeräusch eine Veränderung gehört. Der Motor hatte keine Wasserkühlung!!!!!
Als erstes, der Keilriemen, da und gut…. Dann erst mal schlafen…..
26.5. heute morgen, nach dem ersten Tee habe ich dann Wasser in den Filter gefüllt, und es plätscherte irgendwo weiter vorne…. Direkt an der Eingangswasserpumpe war der Schlauch gebrochen. Dadurch kein Wasser. Klar, dass der Impeller, ein Gummischaufelrad in der Pumpe auch hin ist!!. Also beides gerichtet, einen neuen Impeller eingesetzt und ” tudo pacifico”
Mittags bin ich mit dem Kajak nochmal zu Newton, im eine Probe vom Rauchfleisch aus Maragojipe zu bringen. Danach bin ich wieder nach Maraú den Fluß abwärts gefahren.

Morro São Paolo

Montag, den 19.5. sind wir früh morgens nach Salvador. Nach den Formalitäten und einigen Einkäufen war es zu spät um abzulegen.
Dienstag, den 20.5. habe ich morgens noch schnell ein kleines Kajak gekauft. Um 10 Uhr haben wir dann die Leinen los geworfen und sind RTg. Morro São Paolo, 35 NM südlich von Salvador. Der Wind ist recht frisch bis gut, zwischendurch schüttet es Süßwasser von oben! Leider haben wir es erst nach Dunkelwerden geschafft anzukommen, was immer etwas heikel ist,, gerade wenn die Karten nicht so weit gehen. Doch wir haben ein sicheres Plätzchen gefunden.
Mittwoch, den 21.5. habe ich erste Versuche mit dem Kajak vor dem Frühstück gemacht. Nach dem Frühstück dann eine 2 Std Tour entlang der schönen Strände. Mittags dann schnell noch den Kühlschrank abtauen, gegen 16 Uhr war ich fertig damit. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit bildet sich immer ein dicker Eispanzer um das Agregat! Dann sind wir noch den Fluß weiter rauf gefahren, nach Galeão, einem sehr verlassenem Fischerort auf einer der Flußinseln. Hier habe ich aber sehr schön ruhig geschlafen.
Donnerstag, den 22.5. gegen 9 Uhr sind wir dann den Fluß weiter aufwärts gelaufen, nach Cairú. Es soll eines er ersten Städte in Brasilien gewesen sein. Jetzt ziemlich verlassen, am Ende des für Segelboote befahrbaren Flusses. Nach dem Frühstück an Bord, mache ich einen Rundgang. Das noch arbeitende Kloster St. Antonio habe ich besucht, einige schöne Bilder gemacht, aber niemanden angetroffen. Der Bootsbauer Vivaldo repariert und baut neue Boote nach traditioneller Art!!! Leider ist sonst nicht viel los in dem schmucken Ort!
Da wir am Freitag weiter wollen, RTg. Süden, laufen wir mit der Nachmittagsebbe den Fluß noch ein Stück runter, damit es früh nicht zu weit ist! In einer kleinen Ausbuchtung des Flusses ,anderen wir umringt von Mangroven und Ruhe!!! Es ist eine tolle Stimmung. Nichts ist zu hören, selbst der Wind ist schlafen gegangen. Heute, Freitag den 23.5., geht es zur Bahia de Camamú.
Warum kam dieser Artikel in Etappen??? Das Netz ist so schwach, beim verfassen einiger Zeilen bricht es zusammen!! Ich habe einige Abschnitte wohl 6 x geschrieben.

Wieder Solosegeln

Samstag Abend ist Sabine abgeflogen. Sonntag bin ich zu der Marina in der Ribeira gelaufen. Dort wollte ich die Argentinier wiedertreffen. Das Wetter ist mehr als schlecht. Es regnet sehr viel. Montag habe ich eingekauft. Dienstag Regensegel bestellt, die bis Mittwoch geliefert werden sollten. Regensegel ist eine Art Zelt, welches ich über die Decksluken spannen kann, damit es bei nächtlichem Regen nicht aufs Bett regnet. Mit Graciella und Chavier hatte ich dann Dienstag einen sehr netten Abend auf Pacifico, klar mit einem Stück Fleisch auf dem Grill!
Gestern, Mittwoch sind wir dann nachmittags zur Ilha dos Coqueiros gelaufen. Heute, Donnerstag regnet es auch wieder sehr viel. Aber diese Bucht ist klasse, Ruhe und Abgeschiedenheit ist toll.
Heute Nachmittag sind noch 2 weiter Brasiboote gekommen.
Heute, 16.5. habe ich Vormittags noch einige Muscheln gesammelt! Danach sind wir nach Maragojipe gelaufen. Hier habe ich schon mal für Morgen Fleisch zurücklegen lassen, ist doch klar, Filet für 5€ /kg . Auch wollte ich in einer EckBar eine Pizza Essen, die beste in Brasilien!
Gesagt, getan….. Als ich fertig und es dunkel war, hat der Wirt mir einen Wagen organisiert, der mich zum Hafen bringt, naklar ohne Kosten, nur damit mir ja auch nichts passiert!!!! Das ist Barsilien!!
Samstag, der 17.5. Morgens um 7:30 bin ich los auf den Markt. Eine tolle brodelnde Athmosphäre!!! Gewusel überall. Ich habe meine Einkäufe gemacht, ganz zum Schluß dann das Rauchfleisch und das Filet. Für 5 kg Filet habe ich 75 Real= 25€ bezahlt. Nachdem ich es für meine Küche gesäubert hatte, waren es netto noch 3 kg + 1 kg Kochfleisch. Von dem Rauchfleisch, was geräuchertes Schweinefleisch ist habe ich 2,5 kg mitgenommen. Das ist sehr lecker und hat so was vom Schwarzwälder Schinkenspeck!!! Dank stark geräuchert, lange haltbar. Ich Schnitzel davon morgens was ins Ei,……lecker!!!
Nachmittags laufen wir wieder zum Wasserfall, es ist wieder Wäsche zu waschen.
Sonntag 18.5. nach dem Frühstück, Wäsche waschen und aufhängen.. “Slumboot” sage ich gerne dazu, weil ich es weder bei mir noch bei anderen mag, aber manchmal ist es eben nicht zu ändern!!!
Gegen 11 Uhr habe ich hier Nachbarn bekommen, eine Brasifamilie die ihren Sonntagsausflug macht. Werde gleich noch meine letzten Bettlaken ausspülen und nach Itaparica zuckel, der Wind ist gerade günstig.
Das Kochfleisch köchelt gerade in einem Gemüse-Linseneintopf. Dies will ich nachdem es fertig ist zu Konserven sterilisieren. Danach segeln wir den Itaparica Kanal raus. Vermutlich werde ich doch bei der Coqueiros Insel übernachten, weil viel schöner und ruhiger als in Itaparica!!
Ach, ja, die Frau die mir die Feuerstelle verkauft hatte, wollte mir eine kleine Schale innen glasieren, normal hat sie die nur innern rau. Aberauch nach 2 weiteren Besuchen hat sie es nicht hinbekommen, Brasi halt! Schade!! Ich hätte sie gerne als Suppen oder Pastateller gehabt. Also wo anders suchen!!

Pta. da Garcia

Am 3.5. sind wir morgens mit dem Frühtiefwasser unter der Autobrücke durch zur Pta. Da Garcia. Hier liegen wir einsam und geschützt hinter einer Landzunge. Der lange Strand läd zu Spaziergängen ein. Ab und an liegt ein kleines Fischerboot in unserer Nähe, sonst ist es verlassen. Man hört nur das Rauschen der Brandung des Atlantiks. Gestern haben wir am Strand gegrillert und anschließend Lagerfeuer gemacht. Als Bank hatten wir ein Stück Kanuplanke, die ich schon vor 3 Wochen gefunden und genutzt hatte. In der Zwischenzeit, hatte ich sie senkrecht in die Mangroven gestellt, damit sie nicht wegschwimmt.
Nun sind wir einige Tage da gewesen, haben jeden Tag einen langen Spaziergang am Strand gemacht. Binchen hat Seesternskelette und Muscheln gesammelt. Am 8.5. sind wir dann nachmittags mit der Ebbe unter der Brücke durch und zu dem Tororó Wasserfall. Am 9.5. dann zu der Ilha dos Coqueiros, um eine Günstige Posi zu Salvador zu haben. Gestern um 6:00 morgens sind wir dann RTg. Salvador, weil Binchen noch Shoppen wollte um Abends in den Flieger zu steigen.
Nun ist wieder Solosegeln angesagt.